Intel stellt neuen Atom-Prozessor vor

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    Sgt.Miller
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    Intel stellt neuen Atom-Prozessor vor

    Beitrag von Sgt.Miller am Dezember 21st 2009, 13:36


    Wenige Tage vor Weihnachten hat Intel den neuen Atom-Prozessor
    offiziell vorgestellt. Als Teil der „Pine Trail“-Plattform erscheinen
    mehrere Varianten mit ein oder zwei Kernen für die beliebten Netbooks –
    aber auch für kleine Desktop-PCs. Diese Lösungen sollen ab Januar in
    unterschiedlichsten Produkten im Handel stehen.

    Die „Pine Trail“-Plattform bringt einige entscheidende Neuerungen
    auch in das niedere Preissegment. Ähnlich den neuen Desktop-Prozessoren
    auf Basis der Nehalem-Architektur wird fortan das Drei-Chip-Design auf
    eine Zwei-Chip-Lösung geändert. Dies heißt im Wesentlichen, dass der
    Speichercontroller in den Prozessor
    wandert und gleichzeitig auch die neue Grafiklösung direkt von der CPU
    angeboten wird. Dem neuen Atom-Prozessor steht noch ein neuer Chipsatz
    zur Seite, der auf die Bezeichnung „NM10“ hört. Die neue
    Zwei-Chip-Lösung soll in erster Linie Platz und vor allem Energie
    sparen. Intel selbst gibt die Größe der Prozessoren mit 22 × 22 mm an,
    der Chipsatz ist noch 17 × 17 mm groß. Insbesondere im Bereich des
    Chipsatzes ist die Einsparung sehr deutlich: Das bis heute aktuelle
    Vorgängergespann, bestehend aus 945GC und ICH7, brachte es auf 37,5 ×
    40 und 31 × 31 mm. Durch die Platzeinsparungen im Rahmen der
    Zwei-Chip-Architektur sollen unter anderem günstigere Hauptplatinen mit
    lediglich vier Layern ermöglicht werden.

    Die neuen Atom-Prozessoren werden weiterhin in 45 nm gefertigt. Intel
    unterscheidet dabei, wie in der Vergangenheit auch, zwischen Prozessoren
    für Netbooks und Desktop-PCs für den „Entry“-Markt. Den Einstieg für
    die neuen Netbooks wird der Atom N450 darstellen. Wie bereits vorab
    durchgesickert war, wird der Takt des Ein-Kern-Modells bei 1,66 GHz
    liegen, der L2-Cache ist 512 kByte groß, die TDP liegt bei 5,5 Watt.
    Als Speicherunterstützung sieht Intel maximal DDR2-667 vor. Dem ersten
    und vorerst einzigen neuen Modell für Netbooks – ein N470 soll laut
    Gerüchten mit 1,83 GHz im März erscheinen – stehen zwei Varianten für
    die Desktop-Lösungen gegenüber. Das Flaggschiff wird dabei der Atom
    D510, der auf zwei Kerne mit je 1,66 GHz setzt. Durch die zwei Kerne
    ist auch der L2-Cache zwei Mal so groß – 1 MByte. Die Desktop-Lösungen
    kommen zudem mit einem Speichercontroller in den Handel, der auch
    DDR2-800 unterstützt. Komplettiert wird das Portfolio durch den
    Single-Core-Atom D410 mit ebenfalls 1,66 GHz und einem der bisherigen
    Logik entsprechenden L2-Cache von 512 kByte Größe. Dieser weist aber
    eine leicht geringere TDP als das Dual-Core-Modell auf. Mit zehn
    respektive 13 Watt liegen beide aber nur marginal auseinander, zumal
    die TDP nichts über den tatsächlichen Verbrauch aussagt. Laut Intel ist
    insbesondere die besagte Leistungsaufnahme deutlich geringer geworden,
    man spricht von etwa 20 Prozent bei den Netbook-CPUs und bis zu 50
    Prozent bei den Desktop-Lösungen. Möglich macht dies auch die
    integrierte DirectX-9-Grafikeinheit vom Typ GMA 3150, die zwar kaum
    potenter als bisherige Lösungen ist, dafür aber als Bestandteil der
    Plattform deutlich weniger Saft ziehen soll. Die gleiche Aussage trifft
    wohl auch auf die Prozessorleistung selbst zu, weshalb sich Intel vorab
    erstaunlich bedeckt hielt, wenn es um Benchmarks zu den neuen Modellen
    ging. Wie wir bereits vor über einem halben Jahr feststellen konnten,
    hat sich dort auch nicht wirklich etwas in positiver Richtung getan.



    Dem neuen Prozessor steht der NM10-Chipsatz zur Seite. Dieser kümmert
    sich um alles, was der Prozessor nicht direkt anbinden kann, also mit
    der Ausnahme von Grafik und Speicher um den gesamten Rest. Auf der
    Haben-Seite verbucht der NM10-Chipsatz PCI-Express-Unterstützung der
    zweiten Generation, die jedoch ähnlich dem P55-Chipsatz und deren
    Notebook-Ablegern auf 2,5 GT/s gedrosselt ist. Insgesamt wird der
    Chipsatz vier dieser PCI-Express-Lanes anbieten. Weiterhin gibt es
    Unterstützung für SATA mit 3 GBit/s in zweifacher Ausführung,
    USB-Anschlüsse werden sogar bis zu acht angeboten. Zudem gibt es noch
    HD-Audio und Gigabit-LAN. Die weiteren Ausstattungsmerkmale, zu denen
    WLAN, WiMAX oder auch ein HD-Video-Decoder zählen können, obliegen den
    Boardpartnern.

    Wer am heutigen Tag die offiziellen Preise und auch die (meist eher
    wenig aussagekräftigen) Benchmarks direkt von Intel vermisst, hat
    richtig gesehen. Denn der Hersteller streut die
    vielen neuen Produkte, die alle zur Consumer Electronic Show 2010 ab dem 7. Januar 2010
    vorgestellt werden sollen, über einige Tage vorab. Wirklich
    abgeschlossen ist die Vorstellung erst an diesem besagten ersten
    Messetag, mit vielen weiteren Produkten und fast einem halben Dutzend
    Veranstaltungen von Intel direkt auf der CES in Las Vegas, von der auch
    ComputerBase wieder live berichten wird.



    Quelle:computerbase.de

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